Am 13.01.2025 fuhren die 9. Klassen der Mittelschule Arnstorf nach Dachau, um dort die KZ-Gedenkstätte zu besuchen.
An der Gedenkstätte angekommen, nahmen die Schüler, nach Klassen aufgeteilt, an Führungen über das Gelände teil. Dabei sahen sie – wie auch zwischen 1933 und 1945 die neu ankommenden Häftlinge – das schmiedeeiserne Eingangstor des Jourhauses in das Konzentrationslager. In der Mitte des Tores ist das zynische Motto des Konzentrationslagers „Arbeit macht frei“ zu lesen. Anhand der Ausstellung und der Berichte der Guides wurde den Schülern gezeigt, wie eben diese Häftlinge von Menschen zu Nummern gemacht wurden. Des Weiteren wurde den Neuntklässlern erklärt, dass das Konzentrationslager in Dachau das erste KZ war und dass es als Modell für alle späteren Konzentrationslager diente. Außerdem war es ein sogenanntes „Vorzeigelager“, wo man sehen konnte, dass alles (vordergründig) sehr schön und ordentlich und „gar nicht so schlimm für die Inhaftierten“ war.
Durch die Lagerstraße gelangten die Schüler zum Krematoriums Bereich, der jedoch außerhalb des Lagers lag. Dabei konnte man die Lagerumzäunung sehen, die aus einem Rasenstreifen, einem Graben mit elektrisch geladenem Stacheldraht und der Lagermauer bestand. Das Lager selbst wurde von sieben Türmen aus bewacht.
Das erste Krematorium wurde im Sommer 1940 errichtet, da die Zahl der Toten sehr angestiegen war. 1942/ 43 wurde ein zweites, größeres Krematorium mit vier Verbrennungsöfen und einer Gaskammer zur Massentötung errichtet, die jedoch nicht benutzt wurde.
Auch der sog. Bunker, das Lagergefängnis, wurde besichtigt. Er war innerhalb des Konzentrationslagers ein zentraler Ort des Terrors, da hier im Hof die Lagerstrafen (Auspeitschungen und Pfahlhängen) und Erschießungen durchgeführt wurden. Nach der Befreiung des Lagers am 29. April 1945 durch die amerikanischen Truppen wurde der Bunker von den Amerikanern bis 1970 als Militärgefängnis genutzt.
Durch den Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau konnten die Schülerinnen und Schüler das, was sie im GPG-Unterricht gelernt hatten, auch vor Ort sehen und so noch besser verinnerlichen.
Verfasserin: Birgit Mletzko, KRin

